| Heiligkreuz-Kapelle |
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Seite 5 von 7 aus: Totesreigen - Totentanz vom Raeber Verlag, Luzern Frauen im Spiegel der TotentänzeIm mittelalterlichen Theologie- und Kunstverständnis wird die Frau mit dem Tod verknüpft; einerseits in der Vorstellung Evas als erste Frau und Sünderin, die durch den Sündenfall und die Verführung Adams den Tod in die Welt brachte, und andererseits durch die Symbolik des weiblichen Körpers, der in seiner Schönheit zugleich Sinnbild der Vergänglichkeit alles Irdischen ist. Frauen waren in der mittelalterlichen Gesellschaft in besonderem Masse vom Tod betroffen. Die Säuglingssterblichkeit war zu dieser Zeit sehr hoch; viele Frauen starben im Kindbett; und es waren vor allem Frauen, denen im Mittelalter Rituale rund um Krankenpflege, Tod und Totenkult übertragen wurden. In dieser Funktion erlangten sie auch eine eigene soziale Stellung, die ihre selbstständige Darstellung auf Totentänzen erklärbar macht. Es ist deshalb erstaunlich, dass diese Gespaltenheit der Frauen bereits in solchen frühen Darstellungen wie den Totentänzen erscheint, da sie ja die Bedingungen des Lebens in der mittelalterlichen Gesellschaft widerspiegeln. |
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